Blick in den Tagebau Inden

Am 07.05.2026 konnten sich die drei EF-Erdkundekurse von Frau Floerkens und Frau Schnee, passend zum Unterrichsthema »fossile Energien« bzw. »les énergies fossiles«, einen Eindruck vom Tagebau in Inden und dessen Umgebung verschaffen.

Wir trafen uns morgens am Dürener Bahnhof, von wo aus wir dann zusammen die Bahn Richtung Langerwehe nahmen. Auf der Busfahrt von Langerwehe nach Inden/Altdorf konnte man das Kraftwerk Weisweiler schon erkennen.

In Inden/Altdorf angekommen, teilten wir uns in kleine Gruppen auf und erkundeten die Ortschaft, ein wegen des Tagebaus umgesiedeltes Dorf. Die Idee war, dass wir uns vor Ort u.a. über die so genanten »Daseinsgrundfunktionen«, also die Merkmale, die ein neu gebautes Dorf aufweisen muss, informieren. Diese sollten wir im Anschluss selber ausfindig machen.  Zu den DSGF gehören z.B Raum zur Erholung und Orte zum Leben in Gemeinschaft.

Von dort aus ging es für uns dann am Ufer der Inde entlang zu einer Brücke nahe dem Ortseingang Lammersdorf. Sinn des Besuches der Brücke war es, uns Rekultivierungsmaßnahmen zu zeigen, die an Orten, die früher im oder in der Nähe des Tagebaus lagen, zum Einsatz kommen. Rekultivierungsmaßnahmen sollen ein solches Gebiet ökologisch wieder aufwerten. Sehr auffällig waren dort die vielen verschiedenen, in Blöcken angeordneten Pflanzenarten – man sah deutlich, dass es sich nicht um Wildwuchs handeln konnte.

Unseren nächsten Stopp legten wir oberhalb des Tagebaus Inden ein. Von dort aus konnte man sich einen guten Überblick über diesen verschaffen. Abgesehen von Baggern und Infrastruktur ließ sich etwas entfernt auch der Hambacher Tagebau erkennen.

Für unseren letzten Halt ging es 36 Meter in die Höhe. Die drei Kurse stiegen nacheinander auf den Indemann – mit dem Ziel, etwas über die Entwicklung des Tagebaus Inden herauszufinden, wie z.B. den Zeitpunkt der Entdeckung der Braunkohle in dem Gebiet im 19. Jahrhundert sowie das voraussichtliche Ende des Kohleabbaus im Jahre 2030.

Während der Exkursion sollte in Kleingruppen eine Art Logbuch über die vier Stationen geführt werden. Aufgaben waren z.B. das Kartieren von Inden/Altdorf inkl. der Einzeichnung einiger DSGF, das Fotografieren verschiedener Pflanzen, die Teil der Rekultivierungsmaßnahmen waren, außerdem auch Schätzaufgaben wie z.B. »Wie lange braucht ein Schaufelradbagger, um ein Klassenzimmer wegzubaggern?«. Zum Schluss sollten wir Stellung zum Projekt »Indesee« nehmen, einem Vorhaben, bei dem der Tagebau Inden schrittweise mit etwa 750 Millionen Kubikmetern Wasser befüllt werden soll.

Die drei Erdkundekurse hatten also an dem Tag die Chance, Auswirkungen eines Tagebaus vor Ort zu erleben und sich eigenständig einen Eindruck von diesem sehr aktuellen Thema zu verschaffen.


Wir bedanken uns herzlich bei Frau Floerkens und Frau Schnee, dass sie diesen Tag für uns geplant haben.

Und für diejenigen, die gerätselt haben: Das Wegbaggern eines Klassenraums würde etwa 25 Sekunden dauern ;)