Ein Segelschiff im Sonnenuntergang

Zum Ende des Schuljahres 2025/26 hieß es an unserer Schule Abschied nehmen von drei Kolleg*innen, die unser Schulleben über viele Jahre hinweg geprägt, bereichert und gelegentlich auch gehörig auf Trab gehalten haben: unser ehemaliger Unterstufenkoordinator Rainer Schindel, unsere Latein- und Philosophielehrerin Martina Maubach und unsere Deutsch- und Französischkollegin Yvonne Wilms.

Drei Persönlichkeiten, drei ganz eigene Spezialgebiete – und zusammen eine unschlagbare Mischung aus Kreativität, Abenteuerlust, Sprachliebe und pädagogischer Ausdauer.

Herr Schindel – Der kreative Kompass der Unterstufe

Als langjähriger Unterstufenkoordinator war Herr Schindel stets zur Stelle, wenn es darum ging, neue Sextaner*innen einzuschulen, sie zu beraten und den Überblick zu behalten.

Dabei verband Herr Schindel seine organisatorischen Fähigkeiten mit seiner großen Liebe zu Kunst und Biologie. Während andere nur einen Baum sahen, erkannte Rainer Schindel darin vermutlich gleichzeitig ein kunsthistorisch interessantes Motiv, ein biologisches Ökosystem und eine hervorragende Gelegenheit zum selbstständigen Lernen.

Getreu dem Motto »Ich helfe dir gerne – aber du darfst ruhig selbst herausfinden, wie« wurden Generationen von Schüler*innen ermutigt, eigene Ideen zu entwickeln und kreativ zu werden.

Frau Maubach – Zwischen Cicero, Kant und der Skipiste

Wenn Frau Maubach nicht gerade mit Begeisterung Latein oder Philosophie unterrichtete, war sie wahrscheinlich schon damit beschäftigt, die nächste Skifahrt zu organisieren. Und wer einmal versucht hat, eine ganze Gruppe von Schüler*innen, Kolleg*innen, Skiern, Helmen, Handschuhen und verlorenen Skisocken sicher durch die Berge zu bringen, weiß: Das ist keine gewöhnliche Aufgabe. Das ist eine philosophische Grenzerfahrung.

Frau Maubach widmete sich ihren Fächern mit ganzem Herzen. Bei ihr wurden lateinische Texte nicht einfach übersetzt – sie wurden zum Leben erweckt. Philosophische Fragen wurden nicht nur diskutiert, sondern vermutlich so lange durchdacht, bis selbst Aristoteles kurz um Ruhe gebeten hätte.

Frau Wilms – Sprachkompetenz und Sinn für Kunst

Frau Wilms war über viele Jahre eine engagierte Deutsch- und Französischlehrerin und damit Expertin für zwei Dinge, die im Schulalltag besonders wichtig sind: die richtigen Worte zu finden und mit einem charmanten »Mais oui!« auch schwierige Situationen zu meistern.

Ob Gedichtinterpretation, Grammatik, französische Literatur oder die Frage, warum ein Satz nun wirklich genau so und nicht anders formuliert werden muss – Frau Wilms hatte stets das passende Wort, den richtigen Akzent und wahrscheinlich auch ein sehr überzeugendes Argument.

Ein herzliches Dankeschön

Mit Herrn Schindel, Frau Maubach und Frau Wilms verabschieden wir drei Kolleg*innen, die auf ganz unterschiedliche Weise Spuren hinterlassen haben. Sie haben Schüler*innen begleitet, inspiriert, gefordert, zum Lachen gebracht und unser Kollegium bereichert.

Wir sagen Danke für viele Jahre voller Engagement, Kreativität, Herzblut und unvergesslicher Momente.

Und wir sagen Danke an Frau Wilms, dass sie uns im ersten Halbjahr des Schuljahres 26/27 noch tatkräftig unterstützt!