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Kategorie: Austauschprogramme

Am 4. Oktober 2019 kamen gegen 18 Uhr 21 französische Schüler von unserer Partnerschule, dem Collège Jean de la Fontaine aus dem südfranzösischen Gémenos (bei Marseille), am Bahnhof in Düren an. Deutsche und Franzosen waren ziemlich gespannt darauf, sich kennenzulernen. Als die Franzosen dann ausstiegen, rief unsere Französischlehrerin Frau Kothe nacheinander die Namen der Deutschen und ihrer Partner aus und wir haben uns begrüßt. Es war schwierig, sich bei der Lautstärke auf einer Fremdsprache zu unterhalten, doch irgendwie schafften wir es, uns zu verständigen.

An der Grammatik haperte es noch häufig, aber Hauptsache, man versteht sich… Nach einem Gruppenfoto ging jeder mit seiner Familie nach Hause oder ins Restaurant, wo der erste Abend verbracht wurde.

Am Samstagmorgen habe ich mich mit Freunden aus der 9b und ihren Austauschpartnern getroffen, um nach Köln ins Aqualand zu fahren. Die Fahrt dauert zwar lange, aber es lohnt sich wirklich. Das Aqualand ist ein riesiges Schwimmbad, wo es Außenpools, sehr heiße Becken und normale Becken gibt. Doch hauptsächlich gibt es eine Menge von guten Rutschen. Wir haben für 3,5 Stunden gebucht, was genau richtig war.

Danach haben wir noch auf dem Schulgelände vom Burgau Frisbee gespielt. Leider landete der Frisbee im Baum, doch nach einer Viertelstunde haben wir ihn herunter bekommen. Abends sind wir in die Bowling Lounge gefahren und haben dort gespielt: Mein Vater hat wie immer gewonnen, aber zweiter wurde Maleks Austauschpartner!

Der Sonntag begann schon früh. Ich habe mich mit Matthias, Moritz, Malek und natürlich ihren Austauschpartnern in Aachen im Superfly getroffen – das war der Höhepunkt des Wochenendes. In der riesigen Halle war für jeden etwas dabei. Nach 1,5 Stunden springen waren wir alle kaputt, sind nach Hause gefahren und dann zusammen in eine 3D-Schwarzlicht-Minigolf-Halle gegangen. Obwohl Maleks Korrespondent das zum ersten Mal gemacht hat, hat er knapp gewonnen. Nach den sehr anstrengenden, aber lustigen zwei Tagen mussten wir am nächsten Tag leider in die Schule.

Montag, 7.10.: Heute waren die Franzosen zum ersten Mal mit in der Schule. Nach 6 Unterrichtsstunden ging es als Erstes in die Mensa zum gemeinsamen Essen. Gegen 14:00 Uhr begann die Rallye durch Düren. Die ersten Programmpunkte waren das Jugend-Kongress Schild am Schuleingang, die Arena Kreis Düren und die Firma »Kanzan«. Dort sollten wir jeweils unseren Austauschpartnern auf deutsch erklären, was das ist.

Anschließend haben wir im Haus der Stadt den stellvertretenden Bürgermeister getroffen. Wir haben den Franzosen übersetzt, was er zu berichten hatte über die Geschichte der Stadt Düren und aktuelle Themen.

Darauf ging es zu Fuß weiter zum Stadt-Center, wo wir kleine Aufgaben gemeinsam mit unserem Austauschpartner bewältigen mussten: Zum Beispiel mussten wir zählen, wie viele Geschäfte es im Stadt-Center gibt, ein Foto von unserem Austauschpartner und uns vor einem Geschäft machen lassen, das wir gemeinsam suchen mussten. Um halb sechs kamen wir wieder an der Schule an, erschöpft vom langen Marsch, aber auch mit neuem Wissen.

Dienstag, 8.10.: In den ersten beiden Schulstunden haben wir zwei Spiele gespielt, in denen man seinen Austauschpartner in der jeweils anderen Sprache Fragen stellen sollte. So kamen wir gut zum Sprechen.

Um 09:20 Uhr sind wir alle mit dem Zug nach Köln gefahren und haben als Erstes den Kölner Dom besichtigt. Als Nächstes sind wir zu einem Aussichtsturm gegangen. Auf dem Weg waren wir auf einer Brücke, an der 40.000 Liebesschlösser fest angeschlossen sind. Da der Aussichtsturm leider geschlossen hatte, sind wir zu einer Seilbahn gegangen und haben mit ihr den Rhein überquert.

Schließlich sind wir dann auf den Turm des Doms gegangen. Für Höhenempfindliche war das nicht das Paradies, aber außer ein wenig Schwindel lief alles glatt. Nach den anstrengenden 533 Stufen hatten wir ungefähr 2,5 Stunden Freizeit, wo wir z.B. durch die Kölner Innenstadt gegangen sind. Um 15:45 Uhr trafen wir uns wieder am Bahnhof und sind gegen 16:40 Uhr wieder in Düren gewesen.

Mittwoch, 9.10.: Um 13:05 Uhr klingelte es zur großen Pause und wir sind gemeinsam in die Mensa zum Essen gegangen. Gegen 14:00 Uhr haben wir dann an einem Projekt gearbeitet: Der Arbeitsauftrag war, dass die deutschen Schüler einen »typischen« Franzosen malen sollten und die Franzosen einen »typischen« Deutschen. Es kamen viele schöne und lustige Bilder dabei heraus. Am besten bewertet wurde das Bild, auf dem ein Mann mit einer Frau vor dem Eiffelturm steht, die beiden Sekt und Baguette dabei haben und sehr fröhlich wirken. Um 15:25 Uhr war der Unterricht zu Ende und alle haben den Nachmittag bei den Gastfamilien verbracht.

gemenos2Donnerstag, 10.10.: Während die Franzosen ihren letzten Tag in Aachen verbrachten und zum Beispiel den Aachener Dom besichtigten, hatten die Deutschen Unterricht. Die Franzosen kamen gegen 17:15 Uhr an der Schule an und dann wurde auch das Buffet eröffnet: Es gab viele Leckereien, die die Eltern vorbereitet hatten. Nach dem Essen hat jeder französische Austauschschüler ein oder mehrere Sätze gesagt, in denen er sich bei den Gastfamilien bedankt hat. Um 20:45 Uhr war der Abschiedsabend beendet und jeder hat in den Familien den letzten Abend verbracht.

Freitag, 11.10.: Ein letztes Mal früh aufstehen! Der Zug ging erst um 10:17 Uhr, doch wir waren schon um 09:30 Uhr am Dürener Bahnhof, um sicher zu stellen, dass die Franzosen nicht ihren Zug verpassen. Alle Gastfamilien waren da, um die Austauschschüler zu verabschieden. Die Stimmung war etwas geteilt: Die Deutschen hatten jetzt Ferien, aber die Franzosen noch eine sehr lange Reise vor sich – sie kamen erst um 21:50h in Marseille an…

Jakob Banse, 9b