Der Literaturkurs der Q1 beteiligte sich an einem kreativen Schreibprojekt des renommierten, seit 1953 bestehenden Osteuropa-Wettbewerbs und gehörte schließlich mit der Erzählung »Liebesgetümmel« zu den NRW-Landessiegern. Am 16.Juni nahmen Daniel Dreger, Rebecca Galkus, Julian Lorenz und Chenoa Matin-Bié im Ruhr Congress Bochum den mit 300€ dotierten Preis in Anwesenheit von NRW-Familienministerin Kampmann entgegen.

Insgesamt waren der Jury 1873 Arbeiten eingereicht worden – aus ganz NRW, aber auch aus mehreren osteuropäischen Ländern. Darunter waren ganz unterschiedliche künstlerische, wissenschaftliche und literarische Projekte. Fünfzig Wettbewerbsbeiträge wurden als Landessieger prämiert.

Die erfolgreiche Burgau-Gruppe mit ihrem Kurslehrer Ernst Neulen hatte sich als Thema für die Fortsetzung eines Erzählanfangs entschieden, den der Wuppertaler Autor Michael Zeller vorgegeben hatte. Darin findet der deutsche Schüler Lupo Münzen mit kyrillischer Schrift, die er der neuen ukrainischen Mitschülerin Ludmilla vorlegt. In der Fortsetzung gestaltete die Vierergruppe eine zwanzig Seiten lange Erzählung, in der die Geschichte der Münzen mit Hilfe eines schrulligen Historikers aufgeklärt wird. Dabei bilden die preußisch-russischen Beziehungen im 18.Jh. den Hintergrund. Und es entfaltet sich eine Liebesbeziehung zwischen den beiden jungen Leuten, die auf Bewährungsproben gestellt wird, welche Ludmilla in ihrem Tagebuch reflektiert.

Die Jury stellte die stilistisch einheitliche Gestaltung der vier Verfasser heraus und lobte den Lesesog, den diese »erstaunlich reife Liebesgeschichte« mit osteuropäischem Hintergrund entwickle.