Am 3.10.2020 war es endlich soweit – die bereits seit Anfang des Schuljahres herbeigesehnte Kennenlernfahrt unserer fünf neuen 5. Klassen konnte losgehen.

Ziel war auch dieses Mal wieder die Jugendherberge in Nideggen, welche wir nach ca. einer halben Stunde Busfahrt erreichten.

Während die Zimmer noch für uns hergerichtet wurden, vertrieben wir uns die Zeit, indem wir draußen die Anlage und das angrenzende Waldgebiet erkundeten, welche für die nächsten anderthalb Tage unser »Klassenzimmer« sein sollten.

Gestärkt durch ein leckeres Mittagessen ging nachmittags dann auch direkt das Programm zur Teambildung – durchgeführt von unserem langjährigen Partner Transparenz e.V. NRW – los: Trainer Klaus verstand es von Anfang an, die Schüler und Schülerinnen der 5c für die diversen Aktivitäten zu begeistern, die er sich für unsere Klasse überlegt hatte und die einer kleinen Weltreise glichen; das erste Spiel war eine Mischung aus der japanischen Version von Schnick Schnack Schnuck und einer Polonaise. Es folgten weitere wie eine Weltraum-Mission, bei der die gesamte Klasse die Menschheit retten musste, indem sie fehlerfrei über ein Seil hüpfte, oder das exotisch klingende Spiel »Zululuuuu«, das alleine durch das laute Zurufen dieses Wortes einen Riesenspaß machte. Auch Varianten von Fußball und einem sportlichen Memory-Spiel stießen auf große Zustimmung und verlangten den SchülerInnen einiges an Teamarbeit ab.

Doch an Pause war nicht zu denken – nach dem Abendessen stand das erste Highlight an: die Nachtwanderung durch den Nideggener Wald. Für viele eine völlig neue Erfahrung, mussten sich einige SchülerInnen wirklich überwinden, in völliger Dunkelheit (Handys bzw. Taschenlampen waren streng verboten) einen Schritt vor den anderen zu setzen. Sehr schön dabei war aber, zu sehen, wie sich MitschülerInnen entsprechend unterstützten und Mut machten, sodass sogar die Mutprobe gegen Ende der Wanderung, bei der ein Stück des Weges allein oder in kleinen Gruppen, gegangen werden musste, mit Bravour von allen gemeistert werden konnte.

Nach diesem Abenteuer waren alle – SchülerInnen wie LehrerInnen – froh, endlich ins Bett gehen zu können; wir wollten schließlich ausgeschlafen und fit für den zweiten Tag der Klassenfahrt sein.

Auch dieser war wieder Action-geladen! Trainer Klaus hatte sich wieder allerlei Aktivitäten und Spiele einfallen lassen, sodass der Vormittag wie im Flug verging: wir durften über eine Slackline balancieren, mit verbundenen Augen durch einen mit Seilen abgesteckten Pfad folgend zwischen Bäumen hindurchhangeln und Action-Verstecken im Wald spielen.

Das eigentliche Highlight aber sollte nachmittags kommen: jeder Schüler bzw. jede Schülerin durfte einen Baum soweit wie er/sie konnte hochklettern, und zwar gesichert durch die eigenen Klassenkameraden! Allen war bewusst, welche Verantwortung da auf ihnen lastet, sodass den Erklärungen bei der Klettereinweisung aufmerksam gefolgt wurde.

Die SchülerInnen waren mit Feuereifer dabei und einige wuchsen buchstäblich über sich hinaus und kletterten bis ganz oben, während andere zwar nicht ganz so hoch hinaufkamen, aber dennoch persönliche Grenzen überschritten – nicht zuletzt dank der Unterstützung der KlassenkameradInnen, die unermüdlich vom Boden aus anfeuerten.

Nach so viel Aufregung trug das anschließende Hüttenbauen wunderbar dazu bei, im wahrsten Sinne des Wortes wieder etwas »herunter« zu kommen und sich etwas kreativ auszutoben: unsere Hütte hatte sogar einen Kräutergarten, Sitzbänke und eine Musikanlage (bzw. Trommeln aus hohlen Baumstämmen)!

Bei der darauffolgenden Abschlussrunde gab es viel Lob von den SchülerInnen – sie hatten in den letzten anderthalb Tagen viel Spaß und sind als Klasse enger zusammengerückt.

Nach einer letzten, dieses Mal ruhigen Nacht ging es am 5.10.20 nach dem Frühstück dann wieder zurück zum Burgau-Gymnasium, wo die SchülerInnen schon von ihren Eltern erwartet wurden – und sicher einiges zu erzählen hatten.