Drucken
Kategorie: Klassenfahrten, Wandertage, Exkursionen

Am Mittwoch, den 25. April 2018, unternahmen die beiden Erdkunde Bilingual-Kurse unter Begleitung von Frau Crone und Frau Göddertz eine Exkursion in den Tagebau Garzweiler, der im Rheinischen Braunkohlerevier lokalisiert ist.

Nach der knapp einstündigen Anreise im Bus begann unsere Führung zunächst mit einer Einführung in Form einer Präsentation zu den Grundlagen bezüglich des vorhandenen Energiemix in Deutschland, den Folgen des Atomausstiegs der Bundesregierung nach dem Reaktorunfall von Fukushima, der Zusammensetzung des Strompreises und der Betrachtung der Braunkohleförderung aus ökonomischer, sozialer und ökologischer Perspektive.

Nach diesem bereits lebhaften Diskurs begann unsere eigentliche Führung durch den Tagebau Garzweiler im Reisebus. Neben der für viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Exkursion erstmaligen Betrachtung der Braunkohlebagger und Förderbänder aus nächster Perspektive beantwortete unser von RWE gestellter Begleiter diverse Fragen zum Bergrecht, zur gesetzlich verpflichtenden Rekultivierung der Umwelt, zu diversen skurrilen Vorfällen im Tagebau selbst und den Folgen der Umsiedlung ganzer Dorfgemeinschaften.

Nach der Tour durch den Tagebau ging unsere Führung durch die Reise zu einem sogenannten »Geisterdorf«, also eine von den Umsiedlungsmaßnahmen betroffene Dorfgemeinschaft, namens Immerath, weiter. Auch während dieses zweiten Abschnitts der Exkursion durften wir diverse Fragen zum Thema Entschädigungszahlungen, Instandhaltung und Kreierung von Infrastruktur, Entschädigung der Bauern aufgrund des Verlusts von fruchtbarem Ackerland und den jährlichen Umsatz- und Gewinnzahlen von RWE stellen. Hierbei stellte sich der Mitarbeiter von RWE stets als kompetent, verständnisvoll und freundlich heraus und ließ allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Exkursion stets Raum für kritische Fragen.

Vielen Dank an Frau Crone und Frau Göddertz, welche uns diese Art der Visualisierung und Verarbeitung des im Unterricht bearbeiteten Themas rund um das Rheinische Braunkohlerevier ermöglicht haben.

Maximilian Grube, Q1

braunkohle2