Mit einer künstlichen Intelligenz (KI) befreundet sein? Geht das? Schließlich ist sie immer da, rund um die Uhr ansprechbar, hat stets Zeit und kann Hausaufgaben erledigen, Kleidung entwerfen, Nachrichten vorlesen oder Musik komponieren.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der achten und neunten Klasse haben sich anlässlich eines Jugendmedientags unter anderem in Workshops damit beschäftigt, wie KI eigentlich funktioniert. Dabei ist den Schülern erklärt worden, wie diese Systeme auf umfangreiche Datensätze trainiert werden und in der Lage sind, menschenähnliche Texte automatisiert zu generieren. Dabei wurde betont, dass KI-Systeme ihre Antworten nicht auf einem tiefen Verständnis von Gefühlen basieren, sondern auf Mustern und Informationen, die sie während ihres Trainings gelernt haben.

Also besser doch keine Freundschaft?

Freundschaft vielleicht nicht – aber wertvoller Ideengeber kann die KI durchaus sein. Gedichte sind in wenigen Sekunden geschrieben, Inhaltsangaben schnell gemacht. Aber Vorsicht: Die Lehrer:innen erkennen die Texte ihrer Schüler:innen. Im Rahmen des Jugendmedientages sind dann auch die Grenzen der KI besprochen worden – sowohl unter technischen als auch unter ethischen Gesichtspunkten.

Eine Klasse hat sich mit Hilfe der KI an der Umsetzung eines Podcast-Projekts versucht – mit Erfolg: »Die Podcasts geben uns einen tollen Einblick in die Herausforderungen und Potentiale, die diese moderne Technologie mit sich bringt«, sagt Saskia Glund, Klassenlehrerin der 8f.

Die Klasse 9d hat die kreative Stärke der KI genutzt und mit deren Hilfe eine völlig neue Sportart entwickelt. Mit einer Mischung aus Vorstellungskraft und Technologie haben die Schülerinnen und Schüler nicht nur bisher unbekannte Sportarten wie zum Beispiel Glowball kreiert, eine Mischung aus Fußball und Hockey, sondern auch Wappen, Trikots und weitere Details für ihre imaginäre Sportart entwickelt.