Der zweisprachig (bilinguale) deutsch-französische Zweig

Schüler und Schülerinnen können am Burgau-Gymnasium den  zweisprachigen deutsch-französischen Zweig besuchen. Die Schule prüft die Anmeldung auf der Grundlage der Empfehlung durch die Grundschule und des letzten Halbjahrszeugnisses und lädt ggf. zu einem Beratungsgespräch ein.

Der Besuch des bilingualen deutsch-französischen Zweiges hat zum Ziel, den Schülern und Schülerinnen eine vertiefte Kenntnis der französischen Sprache und Kultur zu vermitteln und eine annähernde Zweisprachigkeit am Ende der Schullaufbahn zu erreichen. Auf Grund der intensiven Beschäftigung mit einer lebenden und stark differenzierten Sprache, wie sie das Französische darstellt, werden die sprachlichen Fähigkeiten der Schüler und Schülerinnen besonders geweckt und gefördert. Die Vertrautheit mit der französischen Kultur weckt Neugier und Offenheit für weitere Kulturen.

Die Französischklassen erhalten in der Klasse 5 neben dem sechsstündigen Französischunterricht einen dreistündigen Englischunterricht in Form einer Arbeitsgemeinschaft, in der keine Klassenarbeiten geschrieben werden. Ab Klasse 6  geht entsprechend der Stundentafel für die Sekundarstufe 1 die Arbeitsgemeinschaft in den normalen Englischunterricht über. Wir nennen diese Einrichtung Französisch plus, weil auf diese Weise auch schon das Englische im Spiel ist und so die in der Grundschule erworbenen Englischkenntnisse vertieft und ausgebaut werden können.

Gute Englischkenntnisse sind schließlich heutzutage von Absolventen eines Gymnasiums eine selbstverständlich einzulösende Forderung an die Schulbildung.

Was nun das Französische angeht, so gibt es immer noch nicht die nötige Anzahl junger Menschen, die sich um die gute Beherrschung der Sprache unseres Nachbarn bemühen. Gute Französischkenntnisse werden in Industrie, Wirtschaft und europäischer Verwaltung benötigt. Frankreich ist mit großem Abstand der bedeutendste Handelspartner der Bundesrepublik Deutschland, und es besteht ein hoher Bedarf an Personen. Die in hohen, besonders aber auch in mittleren Positionen mit dem französischen Partner ohne Sprachbarrieren beruflich und menschlich Kontakt aufnehmen und pflegen können. Die europäischen Foren Brüssel und Straßburg öffnen sich dem Französisch-Sprechenden quasi von selbst. 

In den Klassen 5 und 6 erhalten die Schüler und Schülerinnen des bilingualen Zweiges einen intensiven sechsstündigen Französischunterricht, der die Grundlage für die zweisprachige Ausbildung in den Sachfächern Politik und Geschichte schafft. In der Klasse 7 beginnt der bilinguale Unterricht im ersten Sachfach (i.d.R. Geschichte), in Klasse 8 im zweiten Sachfach (i.d.R. Politik). Bei entsprechenden personellen Voraussetzungen kann im Jahrgang 9 ein drittes bilinguales Sachfach angeboten werden. Im Verlauf der Jahre nimmt der Anteil der französischen Sprache in diesen Sachfächern kontinuierlich zu. Die Leistungsbewertung in den bilingualen Sachfächern richtet sich nach dem Sachwissen; die fremdsprachliche Leistung kann die Notengebung nur positiv beeinflussen.

Selbstverständlich bestehen auf verschiedenen Stufen Möglichkeiten zur Neuorientierung. So kann ein Schüler oder eine Schülerin die Klasse 5 im Englischzweig wiederholen oder am Ende der Jahrgangsstufe 6 in eine Realschule übergehen. Dadurch dass in Klasse 5 auch Englisch erteilt wird (Französisch plus), kann auch der Wechsel in eine parallele Englischklasse in Erwägung gezogen werden.

Am Ende der Klasse 9 entscheidet sich der bilinguale Schüler und die bilinguale Schülerin (wie jeder/jede andere) frei, welche Schwerpunkte in der Oberstufe gewählt werden. Setzt er/sie die bilinguale Ausbildung fort, wählt er/sie den bilingualen Leistungskurs Französisch und das bilinguale Sachfach Geschichte. In der Abiturprüfung ist das bilinguale Sachfach mündliches oder schriftliches Abiturfach.

Das Abiturzeugnis wird den Absolventen des bilingualen Zweigs auch in französischer Sprache ausgehändigt.

  

 

 

 
   

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