

SelbstEvaluation
In
Schulen
mit dem Ziel der fundierten Qualitätsverbesserung von Unterricht
und der Entwicklung schulischer Arbeit als Ganzes
Liebe Leserinnen und Leser,
Schulen stehen vor großen Herausforderungen. Ihr
Bildungs- und Erziehungsauftrag ist umfangreicher, vielfältiger,
komplexer denn je. Ein schneller gesellschaftlicher und
technologischer Wandel erfordert ein anderes Lernen – nicht nur
von Schülerinnen und Schülern, sondern auch von denjenigen, die
für die optimale Kompetenzentwicklung der jungen Menschen
beruflich tätig sind. Das deutsche Bildungssystem findet sich im
internationalen Vergleich derzeit nur auf einem der mittleren
Rangplätze wieder. Bildungsstandards, Vergleichsarbeiten,
zentrale Prüfungen, Lernstandserhebungen, größere
Eigenverantwortlichkeit von Schulen, interne und externe
Evaluation und anderes mehr bestimmen als Reaktion darauf den
Maßnahmenkatalog für Reformwege, die aus der Misere herausführen
sollen. Wie sollen Schulen jedoch mit diesen Herausforderungen
umgehen? Welchen Beitrag zur Unterstützung können sie erfahren?
Nach „PISA“ beschäftigen sich viele Kollegien,
Schulleitungen, aber auch Eltern sowie die Schülerschaft mit der
Qualität ihrer Schule: Kindern und Jugendlichen bessere Lern-
und Lebenschancen zu ermöglichen, muss zur Leitlinie von
Verbesserungsstrategien aller Beteiligten des Bildungssystems
werden. Allerdings liegen die wirksamsten Möglichkeiten, dies
umzusetzen, in den Schulen selbst. Qualitätsentwicklung von
Unterricht und der schulischen Arbeit als Ganzes muss nicht
zwangs-läufig ein Mehr an Arbeit und keinesfalls ein „Mehr
desselben“ bedeuten. Es geht um die Veränderung der Arbeit in
Schulen. Gute Schulen – im Ausland wie auch hier bei uns in
Deutschland – machen vor, wie es ihnen gelingt, den eigenen
Qualitätsentwicklungsprozess kontinuierlich zu überdenken und
neu auszurichten.
Sie nehmen die Herausforderungen aktiv an und
sehen darin eine Chance zur selbst gestalteten Veränderung.
Stellt sich die Frage:
Wie gut ist eigentlich unsere Schule, das
Burgau-Gymnasium?
-
Wie
können wir das zunächst einmal für uns selbst feststellen,
ohne das Risiko einer Bloßstellung eingehen zu müssen oder
den Neid anderer auf uns zu ziehen?
-
Welche
besonderen Stärken zeichnen unsere Schule aus
-
Gibt es Bereiche an unserer Schule, die wir
unbedingt verbessern sollten? Welche sind das?
-
Wie kann es uns gelingen, gemeinsam nach
Lösungsansätzen zu suchen, an ihrer Umsetzung erfolgreich zu
arbeiten und doch auch mit unseren Kräften und Ressourcen
schonend umzugehen?
-
Stellen
wir uns als Kollegium, als Schulgemeinde gemeinsam
derartigen Fragen? Haben wir eher ähnliche oder eher
unterschiedliche Sichtweisen?
-
Und: Welche Schlüsse ziehen wir daraus?
Auf der Lehrerkonferenz am 17.Dezember 2008 hat
sich das Kollegium der Schule mit großer Mehrheit dafür
ausgesprochen, das SEIS-Selbstevaluationsinstrument in Anspruch
zu nehmen, um eine verlässliche Diagnosebasis für die
Weiterentwicklung unserer Schule zu erhalten.
SEIS Deutschland wird uns dabei unterstützen, die
eigenen Aufgaben, Ziele und Ansprüche besser zu erfüllen. Das
von SEIS erarbeitete Steuerungsinstrument wird uns dabei helfen,
unseren Schulentwicklungsprozess mit Hilfe von Daten zu
evaluieren und zu planen. Mit diesem Evaluationsinstrument wird
die gesamte schulische Arbeit erfasst. So müssen wir keine
zusätzliche Zeit investieren, um eigene Evaluationsinstrumente
zu entwickeln oder die Fragebögen selbst auszuwerten.
Das Unterstützungsangebot zur datenbasierten
Steuerung von Qualitätsentwicklungsprozessen an der Schule
besteht konkret aus …
…einem
tragfähigen Qualitätsverständnis von guter Schule
Das gemeinsame Qualitätsverständnis liefert ein
ganzheitliches Bild von Schule, indem es alle relevanten
Entwicklungsbereiche erfasst. Es besteht aus den sechs zentralen
Qualitätsbereichen „Ergebnisse“, „Lernen und Lehren“,
„Schulkultur“, „Führung und Management“, „Professionalität der
Lehrkräfte“ sowie „Ziele und Strategien der
Qualitätsentwicklung“.
(www.seis-deutschland.de/seis-instrument/qualitaetsverstaendnis/dimensionen_kriterien)
…wissenschaftlich
geprüften und praxiserprobten Erhebungsinstrumenten
Das Instrument zur Selbstevaluation (SEIS)
untersucht alle sechs Qualitätsbereiche mit Hilfe von Fragebögen
für Schüler, Lehrer, Eltern und Mitarbeiter. Diese stehen auf
der Homepage von SEIS Deutschland zum Herunterladen bereit.
(www.seis-deutschland.de)
…einem
handhabbaren Schulbericht mit der Möglichkeit zum Datenvergleich
Jede Schule kann die Ergebnisse der
Datenauswertung in Form eines individuellen, ausschließlich an
sie gerichteten Schulberichts aus der passwortgeschützten
SEISSoftware herunterladen. Der SEIS-Schulbericht bietet den
Schulen drei Vergleichsmöglichkeiten: die erste Variante besteht
darin, dass die Einschätzungen der einzelnen Befragtengruppen
(Schüler, Lehrer, Eltern …) in der Schule miteinander verglichen
werden. Zum zweiten können die schuleigenen Ergebnisse mit denen
von schulischen Referenzgruppen verglichen werden (z. B. aller
SEIS-Schulen mit gleicher Klassenstufe und Schulform). Die
dritte Variante besteht in der Möglichkeit, die Entwicklung der
Schule über einen längeren Zeitraum zu beobachten – Umfragen aus
verschiedenen Jahren können miteinander verglichen und
Veränderungen oder Trends festgestellt werden.
…Hilfestellungen
für die Maßnahmenplanung
Auf der Grundlage der Ergebnisse aus dem
Schulbericht beginnen die Schulen mit ihrer Maßnahmenplanung.
Dabei ist auch der Blick über den Tellerrand und das Lernen von
anderen von zentraler Bedeutung: SEIS Deutschland hilft Schulen,
systematisch den Erfahrungsaustausch mit jenen Schulen zu
suchen, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen oder die
bestimmte Probleme bereits erfolgreich lösen konnten.
Dies
sind die wichtigsten Vorteile von SEIS
Ganzheitlichkeit
Das Steuerungsinstrument erfasst die
Schule als System
v
Erfassung aller relevanten Bereiche
v
Befragung aller relevanten Gruppen
v
Anknüpfungsmöglichkeiten zu weiteren Datenquellen
(z.B. Lernstandserhebungen)
Handhabbarkeit
SEIS ist ein leicht einsetzbares Instrument
v
erprobte und überprüfte Fragebögen
v
einfaches und transparentes Verfahren
v
relativ geringer Arbeits- und Zeitaufwand für die
Schulen
Vergleichbarkeit der Ergebnisse
Unterschiedliche Perspektiven ermöglichen
Entwicklungsimpulse
v
Vergleich der Perspektiven aller Beteiligten in
der Schule
v
Vergleich mit Referenzwerten anderer Schulen
v
Vergleich mit Werten aus früheren Jahren
(Entwicklungsbericht)
v
Hinweise auf bewährte Praxis (Schuldatenbank,
Toolbox)
Anschlussfähigkeit
Das Steuerungsinstrument ist erweiterbar
v
Erweiterung um zusätzliche Qualitätsbereiche
(z.B. Schulgesundheit)
v
Stärken und Schwächen bieten Anhaltspunkte für
Fokusevaluationen
Die Basis-Powerpoint-Präsentation
"Schulentwicklung mit SEIS" erhalten Sie unter
www.seis-deutschland.de/arbeitsmaterial/grundlagen/einfuehrung
H. Dahmen
23. Dez. 2008
(Texte und Informationen entnommen:
www.seis-deutschland.de) |