Burgau goes SEIS

 

Hier geht es zum SEIS Bericht 2009 des Burgau Gymnasiums

 

SelbstEvaluation In Schulen

mit dem Ziel der fundierten Qualitätsverbesserung von Unterricht und der Entwicklung schulischer Arbeit als Ganzes

 Liebe Leserinnen und Leser,

Schulen stehen vor großen Herausforderungen. Ihr Bildungs- und Erziehungsauftrag ist umfangreicher, vielfältiger, komplexer denn je. Ein schneller gesellschaftlicher und technologischer Wandel erfordert ein anderes Lernen – nicht nur von Schülerinnen und Schülern, sondern auch von denjenigen, die für die optimale Kompetenzentwicklung der jungen Menschen beruflich tätig sind. Das deutsche Bildungssystem findet sich im internationalen Vergleich derzeit nur auf einem der mittleren Rangplätze wieder. Bildungsstandards, Vergleichsarbeiten, zentrale Prüfungen, Lernstandserhebungen, größere Eigenverantwortlichkeit von Schulen, interne und externe Evaluation und anderes mehr bestimmen als Reaktion darauf den Maßnahmenkatalog für Reformwege, die aus der Misere herausführen sollen. Wie sollen Schulen jedoch mit diesen Herausforderungen umgehen? Welchen Beitrag zur Unterstützung können sie erfahren?

Nach „PISA“ beschäftigen sich viele Kollegien, Schulleitungen, aber auch Eltern sowie die Schülerschaft mit der Qualität ihrer Schule: Kindern und Jugendlichen bessere Lern- und Lebenschancen zu ermöglichen, muss zur Leitlinie von Verbesserungsstrategien aller Beteiligten des Bildungssystems werden. Allerdings liegen die wirksamsten Möglichkeiten, dies umzusetzen, in den Schulen selbst. Qualitätsentwicklung von Unterricht und der schulischen Arbeit als Ganzes muss nicht zwangs-läufig ein Mehr an Arbeit und keinesfalls ein „Mehr desselben“ bedeuten. Es geht um die Veränderung der Arbeit in Schulen. Gute Schulen – im Ausland wie auch hier bei uns in Deutschland – machen vor, wie es ihnen gelingt, den eigenen Qualitätsentwicklungsprozess kontinuierlich zu überdenken und neu auszurichten.

Sie nehmen die Herausforderungen aktiv an und sehen darin eine Chance zur selbst gestalteten Veränderung. Stellt sich die Frage:

 Wie gut ist eigentlich unsere Schule, das Burgau-Gymnasium?

  •  Wie können wir das zunächst einmal für uns selbst feststellen, ohne das Risiko einer Bloßstellung eingehen zu müssen oder den Neid anderer auf uns zu ziehen?

  •  Welche besonderen Stärken zeichnen unsere Schule aus

  • Gibt es Bereiche an unserer Schule, die wir unbedingt verbessern sollten? Welche sind das?

  • Wie kann es uns gelingen, gemeinsam nach Lösungsansätzen zu suchen, an ihrer Umsetzung erfolgreich zu arbeiten und doch auch mit unseren Kräften und Ressourcen schonend umzugehen?

  •  Stellen wir uns als Kollegium, als Schulgemeinde gemeinsam derartigen Fragen? Haben wir eher ähnliche oder eher unterschiedliche Sichtweisen?

  • Und: Welche Schlüsse ziehen wir daraus?

Auf der Lehrerkonferenz am 17.Dezember 2008 hat sich das Kollegium der Schule mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen, das SEIS-Selbstevaluationsinstrument in Anspruch zu nehmen, um eine verlässliche Diagnosebasis für die Weiterentwicklung unserer Schule zu erhalten.

SEIS Deutschland wird uns dabei unterstützen, die eigenen Aufgaben, Ziele und Ansprüche besser zu erfüllen. Das von SEIS erarbeitete Steuerungsinstrument wird uns dabei helfen, unseren Schulentwicklungsprozess mit Hilfe von Daten zu evaluieren und zu planen. Mit diesem Evaluationsinstrument wird die gesamte schulische Arbeit erfasst. So müssen wir keine zusätzliche Zeit investieren, um eigene Evaluationsinstrumente zu entwickeln oder die Fragebögen selbst auszuwerten.

Das Unterstützungsangebot zur datenbasierten Steuerung von Qualitätsentwicklungsprozessen an der Schule besteht konkret aus …

 …einem tragfähigen Qualitätsverständnis von guter Schule

Das gemeinsame Qualitätsverständnis liefert ein ganzheitliches Bild von Schule, indem es alle relevanten Entwicklungsbereiche erfasst. Es besteht aus den sechs zentralen Qualitätsbereichen „Ergebnisse“, „Lernen und Lehren“, „Schulkultur“, „Führung und Management“, „Professionalität der Lehrkräfte“ sowie  „Ziele und Strategien der Qualitätsentwicklung“.

(www.seis-deutschland.de/seis-instrument/qualitaetsverstaendnis/dimensionen_kriterien)

 …wissenschaftlich geprüften und praxiserprobten Erhebungsinstrumenten

Das Instrument zur Selbstevaluation (SEIS) untersucht alle sechs Qualitätsbereiche mit Hilfe von Fragebögen für Schüler, Lehrer, Eltern und Mitarbeiter. Diese stehen auf der Homepage von SEIS Deutschland zum Herunterladen bereit.

(www.seis-deutschland.de)

 …einem handhabbaren Schulbericht mit der Möglichkeit zum Datenvergleich

Jede Schule kann die Ergebnisse der Datenauswertung in Form eines individuellen, ausschließlich an sie gerichteten Schulberichts aus der passwortgeschützten SEISSoftware herunterladen. Der SEIS-Schulbericht bietet den Schulen drei Vergleichsmöglichkeiten: die erste Variante besteht darin, dass die Einschätzungen der einzelnen Befragtengruppen (Schüler, Lehrer, Eltern …) in der Schule miteinander verglichen werden. Zum zweiten können die schuleigenen Ergebnisse mit denen von schulischen Referenzgruppen verglichen werden (z. B. aller  SEIS-Schulen mit gleicher Klassenstufe und Schulform). Die dritte Variante besteht in der Möglichkeit, die Entwicklung der Schule über einen längeren Zeitraum zu beobachten – Umfragen aus verschiedenen Jahren können miteinander verglichen und Veränderungen oder Trends festgestellt werden.

 …Hilfestellungen für die Maßnahmenplanung

Auf der Grundlage der Ergebnisse aus dem Schulbericht beginnen die Schulen mit ihrer Maßnahmenplanung. Dabei ist auch der Blick über den Tellerrand und das Lernen von anderen von zentraler Bedeutung: SEIS Deutschland hilft Schulen, systematisch den Erfahrungsaustausch mit jenen Schulen zu suchen, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen oder die bestimmte Probleme bereits erfolgreich lösen konnten.

 Dies sind die wichtigsten Vorteile von SEIS

Ganzheitlichkeit

        Das Steuerungsinstrument erfasst die Schule als System

v   Erfassung aller relevanten Bereiche

v   Befragung aller relevanten Gruppen

v   Anknüpfungsmöglichkeiten zu weiteren Datenquellen
(z.B. Lernstandserhebungen)

 Handhabbarkeit

SEIS ist ein leicht einsetzbares Instrument

v     erprobte und überprüfte Fragebögen

v     einfaches und transparentes Verfahren

v     relativ geringer Arbeits- und Zeitaufwand für die Schulen

 Vergleichbarkeit der Ergebnisse

Unterschiedliche Perspektiven ermöglichen Entwicklungsimpulse

v     Vergleich der Perspektiven aller Beteiligten in der Schule

v     Vergleich mit Referenzwerten anderer Schulen

v     Vergleich mit Werten aus früheren Jahren (Entwicklungsbericht)

v     Hinweise auf bewährte Praxis (Schuldatenbank, Toolbox)

 Anschlussfähigkeit

Das Steuerungsinstrument ist erweiterbar

v     Erweiterung um zusätzliche Qualitätsbereiche (z.B. Schulgesundheit)

v     Stärken und Schwächen bieten Anhaltspunkte für Fokusevaluationen

Die Basis-Powerpoint-Präsentation "Schulentwicklung mit SEIS" erhalten Sie unter

www.seis-deutschland.de/arbeitsmaterial/grundlagen/einfuehrung

 H. Dahmen

23. Dez. 2008

 

(Texte und Informationen entnommen: www.seis-deutschland.de)
 
 
   

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